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Gut vor­be­rei­tetin die Still­zeit.

Stillen ist etwas sehr Natürliches und gleichzeitig für viele frischgebackene Mütter (und Familien) eine echte Lernkurve. Manche starten problemlos, andere kämpfen mit Schmerzen, Unsicherheit oder widersprüchlichen Tipps aus dem Umfeld.

Die Still­zeit:Vor- und Nach­tei­le im Über­blick.

Viele werdende Mütter überlegen schon in der Schwangerschaft, ob sie ihr Baby stillen möchten. Stillen kann wunderschön sein, manchmal aber auch herausfordernd. Eine klare Entscheidung fällt oft leichter, wenn man die möglichen Vorteile und Nachteile kennt. Wichtig dabei: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Entscheidend ist, was zu Ihnen, Ihrem Baby und Ihrem Alltag passt.

Die Vorteile des Stillens.

Stillen beschleundigt die Rückbildung. Beim Stillen schüttet Ihr Körper Oxytocin aus. Durch dieses Hormon zieht sich Ihre Gebärmutter zusammen.

Muttermilch enthält alle Nährstoffe und andere Stoffe, die das Baby für seine Entwicklung benötigt. Diese unterstützen viele Funktionen: Immunabwehr, Stoffwechsel, Reifung der Organe, gesunde Darmflora, Hunger und Sättigung, Schlaf.

Stillen ist praktisch, generiert keinen Abfall und kostet nichts.

Stillende Frauen haben ein kleineres Risiko für Brustkrebs.

Stillen stärkt die Beziehung zwischen Mutter und Baby.

Mögliche Nachteile des Stillens.

Kann anfangs schmerzhaft oder anstrengend sein: Besonders in den ersten Tagen sind wunde Brustwarzen, Unsicherheit beim Anlegen oder Milchstau möglich.

Stillen ist in der Startphase häufig und kann sich „rund um die Uhr“ anfühlen.

Manche Mütter empfinden es als belastend, dass sie (zumindest am Anfang) die Hauptperson fürs Füttern sind.

Während der Stillzeit ist eine ausgewogene Ernährung der Mutter besonders wichtig. Denn Ihr Körper braucht genügend Energie und Nährstoffe, um Muttermilch zu bilden.

Wenn Sie körperlich angeschlagen sind oder Beschwerden haben, kann das das Stillen erschweren.

Ob Sie stillen oder nicht, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Sind Sie sich unsicher, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder der Stillberaterin.

Gut zu Wis­sen: Leis­tun­gen der Kran­ken­kas­se.

Die obligatorische Krankenkasse übernimmt neben den Leistungen der Hebamme auch drei Sitzungen für Stillberatung durch eine Hebamme oder eine Pflegefachperson. Eine übersichtliche Aufstellung der Kosten von Grund- und Zusatzversicherung während sowie nach der Schwangerschaft finden Sie hier.

Was be­deu­tetrich­tig stil­len?

Achten Sie in der Stillzeit auf Ihre Gesundheit und die Ihres Neugeborenen. Die folgenden Tipps zeigen, worauf es dabei ankommt.

Nikotinfreileben

Wenn Sie stillen, sollten Sie nicht rauchen. Schadstoffe gelangen in die Muttermilch und können Ihrem Baby schaden.

Kein Alkoholkonsumieren

Verzichten Sie in der Stillzeit möglichst auf Alkohol. Auch Alkohol geht in die Muttermilch über.

Ernährunganpassen

Manche Lebensmittel (z. B. Zwiebeln, Kohl, Knoblauch) können bei Babys Blähungen auslösen, das ist individuell. Testen Sie behutsam, was Ihr Kind gut verträgt.

Ausgewogenessen & trinken

Setzen Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse, Eiweiss und kalziumreichen Lebensmitteln. Trinken Sie zudem ausreichend Flüssigkeit.

Medikamenteabklären

Medikamente sind nicht automatisch tabu in der Stillzeit. Klären Sie die Einnahme (z. B. Schmerzmittel) immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Abklärungbei Krankheit

Bei Fieber oder Beschwerden ist Stillen nicht grundsätzlich schlecht, es kommt auf die Ursache an. Holen Sie sich zur Sicherheit fachlichen Rat.

Prak­ti­sche Tipps – rund um das Stil­len.

In den ersten Tagen lernen Sie und Ihr Baby sich immer besser kennen. Gemeinsam üben Sie das Stillen. Das geht am besten, wenn Sie Tag und Nacht zusammen sind.

Haut-zu-Haut-Kon­takt nach der Ge­burt.

Direkt nach der Geburt ist ungestörter Haut-zu-Haut-Kontakt ideal. Viele Babys finden die Brust in den ersten 1–2 Stunden selbst, docken an und beginnen zu saugen. Genügend Zeit und Ruhe ist dabei sehr wichtig.

Rich­tig an­le­gen.

Achten Sie auf das richtige Andocken: Ihr Baby sollte nicht nur die Brustwarzenspitze, sondern auch einen grossen Teil des Warzenhofs im Mund haben. Das hilft, wunde Stellen zu vermeiden.

Stil­len nach Be­da­rf.

Beim bedarfsgerechten Stillen orientieren Sie sich am Appetit Ihres Babys, ohne festen Zeitplan. Neugeborene werden in 24 Stunden meist 8 bis 12 Mal angelegt. Wie lange sie trinken, ist unterschiedlich und kann zwischen 5 und 40 Minuten liegen. Ihr Baby zeigt Ihnen, wann es wieder Zeit ist und auch Ihr Körper: Fühlt sich die Brust prall an oder verlangt Ihr Baby nach Milch, legen Sie es an.

Ent­spann­te Still­po­si­ti­on.

Für eine gute Stillposition gilt: Machen Sie es sich bequem. Suchen Sie sich einen gemütlichen Platz, lehnen Sie sich an und legen Sie die Füsse hoch. Stillen Sie zuerst an einer Brust und wechseln Sie, sobald Ihr Baby müde wirkt. Probieren Sie verschiedene Anlegepositionen aus, das ist unterwegs oder nachts besonders praktisch. Und bleiben Sie geduldig: Stillen darf Zeit brauchen.

Milch ab­pum­pen.

Pumpen Sie am besten nach dem Stillen oder zwischen zwei Mahlzeiten, wenn die Brust weich, aber noch gut gefüllt ist. Eine warme Kompresse und sanftes Brustmassieren vor dem Pumpen können den Milchfluss erleichtern. Achten Sie darauf, dass der Trichter gut passt – so wird es angenehmer und die Milch läuft besser.

Do­ku­men­tezum Her­un­ter­la­den.

👉 Die Stillförderung Schweiz bietet auf ihrer Webseite umfassende Informationen und Tipps für den Alltag.

  • Bro­schü­re Stil­len – ein ge­sun­der Start ins Leben.
    PDF Download
  • Stil­lan­lei­tung.
    PDF Download

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