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Die Gefahren von Vapes –Was Sie wissen sollten.
In fünf Minuten einfach erklärt.
Man sieht sie heute fast schon überall, vom Kiosk in der Stadt bis zu den Pausenhöfen der Schulen. Besonders bei Jugendlichen, für die aufgrund des Jugendschutzes übrigens ein Kaufverbot gilt und jungen Erwachsenen sind Vapes sehr verbreitet. Doch was genau sind Vapes und welche Auswirkungen haben sie auf die Gesundheit?
In diesem Beitrag erfahren Sie, woraus Vapes bestehen und welche gesundheitlichen Risiken sie darstellen.
Aus welchen Inhaltsstoffen bestehen Vapes?
Vapes, auch E-Zigaretten genannt, sind kleine, elektronische Geräte, die eine Flüssigkeit (Liquid) mithilfe eines Akkus erhitzen und dann als Aerosol zum Inhalieren freisetzen. Anders als bei den klassischen Zigaretten wird dabei kein Tabak verbrannt, dennoch werden schädliche Stoffe eingeatmet.
Häufig besteht die Flüssigkeit aus:
- Propylenglykol – ist eine farblose Flüssigkeit, die benutzt wird, um den Transport von Nikotin und Aromastoffen bei der Verwendung von E-Zigaretten zu verbessern. Propylenglykol kann die Atemwege und Haut reizen.
- Glyzerin – ist eine farblose Flüssigkeit, welche in E-Zigaretten zur Dampfbildung beigefügt wird. Zudem dient Glyzerin zur Intensivierung der Aromastoffe.
- Aromastoffe – stammen meistens aus der Lebensmittelindustrie. Bekannt ist, dass sie die Atemwege reizen und zellschädlich wirken können.
- Nikotin – ist ein Suchtmittel, welches schnell zu Abhängigkeit führen kann.
Durch den süsslichen Geschmack, die strahlenden Farben und Namen wie «Einhornstaub» werden die gesundheitlichen Risiken maskiert und unterschätzt.
Sind Vapes weniger schädlich als Zigaretten?
Vapes enthalten zwar andere Schadstoffe als herkömmliche Zigaretten, harmlos sind sie deshalb aber nicht. Viele E-Zigaretten enthalten Nikotin, das bereits in kleinen Mengen abhängig machen kann. Bei Jugendlichen kann Nikotin zudem die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen.
Nikotin hat viele schlechte Auswirkungen auf den Körper. Es erhöht die Herzfrequenz, ähnlich wie bei akutem Stress, führt zu Herz-Kreislauf-Störungen und reizt die Atemwege. Zudem macht Nikotin unmittelbar und sehr stark abhängig. Auch Vapes ohne Nikotin sind nicht gesund, da sie die Atemwege reizen. Bei der Deklaration ‘ohne Nikotin’ sind oft Produkte gemeint, die Nikotinsalze oder chemisches Nikotin beinhalten. Die machen genauso abhängig wie E-Zigaretten mit Nikotin.
Viele Raucherinnen und Raucher probieren Vapes zunächst gelegentlich aus. Dabei besteht das Risiko, dass sie anschliessend sowohl herkömmliche Zigaretten als auch E-Zigaretten konsumieren. Dieser Mischkonsum ist besonders problematisch: Der Körper wird den Schadstoffen beider Produkte ausgesetzt, wodurch die gesundheitliche Belastung steigt.
Was macht Vapen so ungesund?
Durch das Erhitzen der Flüssigkeiten entstehen gesundheitsschädliche Stoffe. Dazu gehören beispielsweise Formaldehyd und Acrolein, welche die Atemwege reizen und mit verschiedenen Risiken in Verbindung gebracht werden. Zudem ist Formaldehyd dafür bekannt krebserregend zu sein. Auch Metalle wie Nickel und Chrom können wegen der Heizspulen im Gerät in die Lunge und von dort in die Blutbahn gelangen.
Zu möglichen Folgen des Vapens gehören unter anderem:
😮💨 Reizungen der Atemwege und Husten
🤕 Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel
Mentale Leistungsschwankungen und psychischer Stress
💔 Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System durch Nikotin
🫁 Eine Beeinträchtigung der natürlichen Schutzmechanismen der Lunge
📈 Das sehr grosse Risiko einer Nikotinabhängigkeit
Die langfristigen Auswirkungen des Vapens werden weiterhin erforscht. Bereits heute ist jedoch bekannt, dass Vapes keineswegs harmlos, sondern schädlich sind und die Gesundheit beeinträchtigen.
Warum sind Vapes besonders bei Jugendlichen problematisch?
Das Gehirn entwickelt sich bis ins junge Erwachsenenalter weiter. Durch den Nikotingehalt in Vapes können die Konzentration, Aufmerksamkeit und die Impulskontrolle beeinflusst werden. Zudem ist es meist so, dass junge Menschen durch Vapes erstmals mit nikotinhaltigen Produkten in Kontakt kommen, wodurch sie das Risiko einer langfristigen Abhängigkeit auf sich nehmen.
Fazit: Vapes sind bunt, aber alles andere als harmlos.
Süsse Aromen, farbige Verpackungen und moderne Designs lassen Vapes oft harmloser erscheinen, als sie tatsächlich sind. Beim Dampfen gelangen gesundheitsschädliche Stoffe in den Körper, die unter anderem die Atemwege sowie das Herz-Kreislauf-System belasten. Vapes enthalten Nikotin, das stark abhängig macht und besonders für Jugendliche problematisch ist.
Auch wenn noch nicht alle langfristigen Folgen bekannt sind, steht bereits heute fest: Vapes sind gesundheitsschädlich und sollten nicht unterschätzt werden. Wer gar nicht erst mit dem Vapen beginnt, schützt seine Gesundheit am besten.
Wissen schützt, besonders junge Menschen.
Wie können Eltern und andere Bezugspersonen Jugendliche über die Risiken von Vapes und Nikotin aufklären, ohne belehrend zu wirken? Die kostenlosen Nikotin-Durchblick-Workshops der Lungenliga vermitteln verständliches Wissen und praktische Tipps für offene Gespräche auf Augenhöhe.
Bei fachlichen Fragen kontaktieren Sie gerne direkt die Lungenliga Zentralschweiz.